Der Kocherlball

Der Kocherlball ist eine der außergewöhnlichsten und traditionsreichsten Veranstaltungen Münchens, die einmal jährlich im Juli frühmorgens am Chinesischen Turm im Englischen Garten stattfindet.

Ab 1880 trafen sich an jedem Sonntagmorgen im Sommer in aller Frühe bei schönem Wetter bis zu 5000 Münchner Hausangestellte, Köchinnen, Laufburschen, Kindermädchen, Hausdiener und viele mehr zum Tanzen am Chinesischen Turm. Sie konnten sich nur ganz früh am Morgen treffen, da sie danach wieder arbeiten mussten. Das Wort „Kocherl“ stammt auch aus dieser Zeit. Dienstmägde, Diener und Haushälterinnen und vor allem das Küchenpersonal, die Köchin, wurden so genannt.

War der Kocherlball in den Anfangsjahren noch ein Geheimtipp unter Volkstanzbegeisterten, entwickelte er sich im zweiten Jahrzehnt seiner modernen Ausgabe zu einem Event, das bei gutem Wetter bis zu 15.000 Besucher anlockt. Viele davon kommen schon um vier Uhr morgens, um sich einen der begehrten Biergartentische zu sichern, andere bringen Decken mit und picknicken in den angrenzenden Freiflächen. Die Tische im Restaurantbereich und einige im Biergartenbereich sind reservierbar, hier wird dann auch bedient.

Im Anschluß an diese Aufnahmen erfolgte auf dem Heimweg das Bild Seifenblasenkunst.

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